Stadtwandeln

unsere Eröffnungsfeier

hier war was los

Ich erwähnte schon, dass ich mich bei den Volontären angemeldet habe. Schon beim Kulturhauptstadtjahr 2010 habe ich diese Gelegenheit, näher am Geschehen zu sein, schätzen gelernt. So konnte ich interessante Orte und das Zusammenkommen von Menschen zu kulturellen Anlässen ganz anders erleben. Jetzt ist es noch spannender, weil ich ja ein Anliegen habe und mich in einer öffentlichen Rolle üben möchte – wir wollen Gäste wirklich willkommen heißen, uns Zeit nehmen und unser grünes Essen zeigen.
An meinem Posten bei den Fahrrad-Musikern nahm ich erstmal eine Beobachterrolle ein und stand lächelnd mit dem Programm in der Hand als lebende Infosäule rum. Ursprünglich wollte ich mir einen Hut mit Efeu und LED-Licht umwickelt aufsetzen, eine Blumen-Brille als Accessoire hat es auch getan. Es gab sogar Leute die zurück gelächelt haben und auf mich zu gekommen sind. Als Ulrike und später die Kettwig-er Petra von GG und TT vorbei kamen, haben wir uns natürlich auch unterhalten. Einen der rührigsten freien Fotografen aus Essen durfte ich kurz kennen lernen – Torsten von den RuhrPOTT-fotografen.
Das Publikum bei den beiden Musikern stand mitunter dicht gedrängt – das war richtig Samba, was die da gedengelt haben. Gegen 19 Uhr habe ich mir einen Teller vom Helfer-Buffet gegönnt und dabei von Marlis am Tisch erfahren, das es noch aus dem Kultur-hauptstadtjahr einen festen Kern von sogenannten „Ruhr-Volontären“ gibt, die nach wie vor bei allen möglichen Events, z.B. auf Schalke bei Konzerten, aber auch in Europa bei Sportveranstaltungen unterwegs sind.
Die großen Feuerkugeln fand ich super. Hier haben echt viele Menschen gestanden und sich gewärmt oder nur ins Feuer geschaut. Überall wo es etwas Warmes zu Essen oder zu Trinken gab, waren noch Schlangen. An der Orangerie dann noch eine nette Situation: ein Kunststudent, mit einer Bauchlade voll Poesie-Papierrollen, sprach eine kleine Gruppe in animierender Weise an, für ein ökologisches Versprechen oder ein Gedicht o.ä. als Gegenwert diese als Überraschung geschenkt zu bekommen. Daraufhin fing eine Frau an, ihm die Hände zu wärmen und am Kopf und Nacken zu massieren, ich glaube er wusste gar nicht wie ihm geschah. Es stellte sich raus, dass sie beruflich Masseurin ist. Das Gedicht ‚Die Made‘ von Heinz Erhardt wurde zum Besten gegeben. Ich besann mich noch schnell auf ‚Gingko Biloba‘ von Goethe – nicht ohne Hänger. Und ein kleiner Junge an den Händen der Großeltern sagte beim Verlassen der Gruga voll begeistert: „das war ein schöner Abend“ – fand ich auch. Bis bald und Danke an die Initiatoren.

unsere Gruga

Den ersten Eindruck von der Eröffnung haben die Besucher gewinnen können, auch die Presse und das Fernsehen haben davon berichtet. Als ich gegen 20 Uhr am gestrigen Abend den Spaziergängern vom Eingang Wassergarten begegnete, die weit sichtbare Tulpe auf dem Grugaturm im Blick, war ich sehr erwartungsvoll. Vorbei am Gradierwerk, auf dem eine warm eingepackte Schauspielerin Poetisches vorlas, quer über die grosse Wiese, auf der u.a. die Laser-/Licht-Installation aufgebaut war, kam man auf die weniger spektakulär, aber wesentlich anrührendere, mit kleinen Teelichtern in Papiertüten, beleuchtete Dalien-Arena.

Gleich daneben der Pavillion mit der „Schnippel-Disco“ und weiter unten, Richtung Geisterwald, der Bereich mit der Ausstellung zu den Gemeinschaftsgärten  und dem mobilen Garten von Frank. Ich fand es wirklich schön und war im Nu bezaubert.

Hier traf ich dann auch Rudi, der am Nachmittag noch im Repair-Cafe in Rüttenscheid geholfen hat und Jörn, der den Bereich als Organisator betreut. Mit Rudi habe ich dann eine grössere Runde gedreht. Der Kinderpunsch von Marion an der Bude, hat uns kurz aufgewärmt. Leider gab es beim „Hexentee“ nur ganz dünne Plastikbecher und beim warmen Apfelsaft waren die Becher aus. Die Sandmaschine ist witzig und nicht unerwähnt bleiben darf, dass die kostenfreien Waffeln von innogy „sau-lecker“ sind. Beim Verabschieden von Frank und Jessica, auch Organisatorin vom Grüne-Hauptstadt-Büro, hatte ich dann wirklich dieses „Jetzt-geht’s-los“-Gefühl.

Das Wetter ist ja wirklich ein Phänomen. Tagsüber sonnig, klar und trocken, waren trotz der Kälte auch Abends noch genug Menschen unterwegs. Ich werde heute nachmittag die Schicht als Welcome-Volunteer mitmachen – darauf freue ich mich schon und will noch etwas vorbereiten – hier werden übers Jahr auch noch Leute gesucht, die mitmachen möchten.

ALSO – wir sehen uns *:-)